"er in einer Zeit lebt, wo er seine wahren Gefühle nicht nennen darf, wo dieselbe Sitte, die seiner Liebe immer feindlich entgegensteht, ihm sogar verbietet, seine Klage darüber unverhüllt auszusprechen, wo er jede Empfindung ängstlich verkappen muß, um so wenig das Ohr des Publikums, als eines "spröden Schönen" durch eine einzige Silbe zu erschrecken."
"Diese Angst läßt bey ihm keine eignen Naturlaute aufkommen, sie verdammt ihn, die Gefühle anderer Dichter, gleichsam als untadelhaften, vorgefundenen Stoff, metrisch zu bearbeiten, und nöthigenfalls zur Vermummung seiner eigenen Gefühle zu gebrauchen. Unrecht geschieht ihm vielleicht,"...
"alle Dichter Deutschlands, außer dem ganz alten Goethe, wie einen Schwarm schlechter Sudler geschildert, die ihm nur im Wege stehen, auf der Bahn des Ruhmes, und die so unverschämt seyen, jene Lorbeeren und Belohnungen zu pflücken, die nur ihm gebührten."
"die späteren Werke des wahren Dichters keineswegs bedeutender sind als die früheren, eben so wenig wie ein Weib, je öfter sie gebärt, desto vollkommenere Kinder zur Welt bringt;"
"Auch andere erzählten mir, daß mich der Graf Platen hasse und sich mir als Feind entgegenstelle; - und das war mir auf jeden Fall angenehmer, als hätte man mir nachgesagt: daß mich der Graf Platen als Freund hinter meinem Rücken liebe."
"ich ... die litterarisch alchimistische Kunst verstehe, aus meinen Feinden selbst Dukaten zu schlagen, dergestalt daß ich dabey die Dukaten bekomme und meine Feinde die Schläge;"...
"das Publikum beständig Witz erwarten, und dieser am Ende doch nicht erscheinen soll? ... wo der Platensche Witz so schlau ist, sich nie ertappen zu lassen?