Honoré Gabriel Riqueti de Mirabeau (1798): Hic und Hecs amouröse Abenteuer
...
Sobald wir allein waren, legte sein Gesicht die bischöfliche Würde
ab, und mich voll Leidenschaft umarmend, sagte er:
"Lieber Freund! Lieber Hic und Hec, wir werden also zusammen leben, wenn's gefällt."
"Euer Gnaden Wusch ist mir Befehl."
"Gut, nehmen Sie also Ihre Pflichten als Vorleser auf."
Und er reicht mir, aufgeschlagen an der Stelle, wo die hübsche sommerliche
Liebesszene geschildert wird, das Satyrikon des Petron, läßt mich auf
einem Stoß Kissen niederknien und führt, während ich lese, die Szene mit mir auf; er
führt sie auf bis zur Lösung des Knotens; dann nimmt er das Buch, tauscht mit mir den
Platz, und ich sage ihm, daß ich mich ebenso gut auf den Angriff verstehe wie auf die
Belagerung; wir bringen unsere Kleider wieder in Ordnung, und zu einem Schreibtisch
gehend, auf dem einige Stapel Kasuisten lagen, läßt er mich Platz nehmen, sagt dem
Kammerdiener, daß er eintreten lassen kann, und während mehrere Personen - Generalvikare
und andere hereingeführt werden, sagt er, als setze er eine Unterhaltung fort:
"Ich bin zufrieden; Sie gehen von den richtigen Grundsätzen aus;
Sie haben die Materie gründlich erforscht; noch einige Jahre Arbeit, und Sie sind so gut
wie Sanchez. Messieurs", fuhr er fort, "Sie sehen hier einen jungen Menschen,
der mir große Hoffnungen gibt; eine ganze Stunde lang habe ich ihn examiniert, und nicht
ein einziges Mal habe ich ihn bei einem Fehler ertappt. Er stellt bündig Thesen auf und
verteidigt sie mit Umsicht; ich glaube, daß er einmal der Kirche zum Ruhm gereichen wird.
Ich habe ihn zu meinem Vorleser gemacht, und nach dem Essen werde ich ihm die vier
niederen Weihen erteilen; wenn man willfährige Diener findet, soll man sie nicht
schmachten lassen."
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Diesen Abschnitt verdanke ich der Seite
Das Zitat des erotischen Buches im erotischen Buch Danke!
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